- Text: Rinus Knobel und Ensemble
- Bühnenbild und Spiel: Crischa Ohler, Sjef van der Linden
- Regie: Rinus Knobel
- Ab 14 Jahren
Eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster (heute Vitos-Klinik Hessen) zwischen 1938 und 1945, die als konkretes und gleichzeitig allgemein gültiges Beispiel für die menschenverachtende Ideologie, die schleichende Manipulation und die Verbrechen der Nationalsozialisten steht.
In einer Mischung aus eigenen Texten, Schauspiel, Projektionen, Installation und Tonfragmenten steht ein groteskes Spiel um Erinnern und Verdrängen am Beispiel einer Opfer- und einer Täterbiografie im Mittelpunkt – eine dramatische Begegnung, ein Flashback im Hier und Jetzt, ein Ringen um Schuld und Vergebung.
Eine Inszenierung, in der es um persönliche Verflechtungen in die NS-Ideologie geht, um aktive Vertreter und Mitläufer, um die zweifelhafte Rolle der Ärzteschaft und um eine letztendlich tragische Familiengeschichte.
„Nur wenn Ärzte und Ärztinnen die Vergangenheit wirklich verstehen, können sie die Zukunft der Medizin gestalten – eine Zukunft, die von Menschlichkeit, Ethik und Verantwortung geprägt sein muss. Insbesondere in Zeiten, in denen einige die Ideen von Rassenlehre und Ähnlichem wieder aufleben lassen wollen, müssen wir gegenhalten. Denn ”nie wieder” ist nicht morgen, ”nie wieder” ist jetzt.”
(Stefan Schwartze, in der ZEIT 17/2024)
Anders als in der Presse irrtümlich angegeben beträgt der Eintritt so wie immer 10,00 € für Erwachsene / 6,00 € für Jugendliche / 5,00 € bei Schulvorstellungen.